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Physiotherapie

Der feine Unterschied

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Krankengymnastik und Physiotherapie? In Deutschland wurde 1994 der Begriff „Krankengymnastik“ durch den Begriff „Physiotherapie“ im Rahmen einer Novellierung der Berufsgesetze bundesweit abgelöst. „Physiotherapie“ kann heute als ein Obergriff verstanden werden, unter dem physikalische Therapien zusammengefasst werden. Krankengymnastik ist ein Teilgebiet der Physiotherapie.

Atemgymnastik

Damit die Luft nicht wegbleibt

Atmen, eigentlich ein ganz normaler Vorgang, der lebenswichtig ist. PatientInnen mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen fällt das Luft holen allerdings oft schwer. Hier kann Atemgymnastik helfen. Im Rahmen der Physiotherapie werden dabei Techniken vermittelt, um zum Beispiel leichter Luft zu bekommen und oder einen Asthmaanfall besser zu überstehen. Die Übungen kräftigen die Atemhilfsmuskulatur und erhöhen das Atemvolumen. 

Bindegewebsmassage

Verklebungen auf der Spur

Unter dem Begriff Fußreflexzonenmassage können sich mittlerweile viele Menschen etwas vorstellen. Dass die Bindegewebsmassage mit dieser Technik einiges gemeinsam hat, ist vermutlich weniger bekannt. Beide Behandlungen gehören zu den Reflexzonentherapien. Die Grundidee: Organe stehen mit bestimmten Zonen des Körpers in Verbindung und lassen sich von dort beeinflussen. Bei der Bindegewebsmassage versuchen TherapeutInnen, Spannungen und Verklebungen im Bindegewebe zu lösen. Dies soll sich positiv auf entfernt liegende Organe auswirken. „Bindegewebe kommt auch in der Muskulatur vor und kann für Schmerzen besonders im Rücken verantwortlich sein“, sagt Physiotherapeut Matthias Nattler. Die Massage wird beispielsweise bei Schmerzen, Magen-Darmstörungen, rheumatischen Erkrankungen und Durchblutungsstörungen angewandt.

Bobath-Konzept

Der Mensch ist lernfähig

Auf dieser Annahme basiert das Konzept, das von Berta und Karel Bobath entwickelt wurde und häufig zur Behandlung von neurologischen Störungen eingesetzt wird. Dazu gehören Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Rückenmarkserkrankungen. Bei einer Schädigung des Gehirns fallen Bereiche aus, die zuvor für bestimmte Bewegungen verantwortlich waren. Dies zeigt sich zum Beispiel in Form von Lähmungen oder schiefen Gesichtszügen. Gesunde Teile des Gehirns können nach dem Bobath-Konzept jedoch die Aufgaben der geschädigten Hirnareale teils auch vollständig wieder übernehmen und Bewegungen neu erlernt werden. Wichtig: Der Mensch wird bei der Behandlung stets in seiner Gesamtheit betrachtet.

Dorntherapie

Sind Ihre Beine gleich lang?

Zugegeben: Diese Frage stellt man sich nicht unbedingt jeden Tag. Nach Meinung von VertreterInnen der Dorn-Methode könnte die Antwort darauf aber durchaus wichtig sein. Denn DorntherapeutInnen gehen unter anderem davon aus, dass verschieden lange Beine oft für verschobene Wirbel oder Gelenke verantwortlich sind. Dies kann nach der Lehre des Begründers der Methode, Dieter Dorn, zu körperlichen Problemen führen. Deshalb versuchen die TherapeutInnen ganz sanft verschobene Wirbel und Gelenke wieder in die richtige Position zu bringen. Die Dorntherapie wird häufig mit der sogenannten Breuss-Massage kombiniert. Anwendungsgebiete: Rücken- und Gelenkbeschwerden sowie Beschwerden, die innere Organe betreffen.

Elektrotherapie

Wenn der Körper unter Strom steht

Dann kann das gut sein, zumindest dann, wenn es sich um elektrischen
Strom handelt, der medizinisch angewendet wird. Bei der Therapie fließt
Strom durch bestimmte Körperteile. Dies soll unter anderem die
Durchblutung fördern, Schmerzen lindern, den Stoffwechsel und die
Muskelaktivität anregen sowie entspannen.

Fangopackung

In die Tiefe gehen 

„Der Patient kann, während die Fangopackung wirkt, auch einfach mal entspannen. Schon allein das kann schmerzlindernd sein“, sagt Physiotherapeut Matthias Nattler. Oft werden PatientInnen mit Fango auf eine Massage vorbereitet. Der beziehungsweise die TherapeutIn legt warmen, braunen Fangoschlamm auf die Haut und dringt dadurch bei der anschließenden Behandlung besser in tiefere Gewebs- und Muskulaturschichten vor. Damit die Wärme gespeichert werden kann, wird der Körper nach dem Auftragen des Schlamms in Decken gehüllt. Die Wärme regt die Durchblutung an und der Körper kann besser entschlacken und Schadstoffe ausscheiden. Das Bindegewebe wird wieder weicher und somit auch die Muskulatur. Eine Fangopackung ist zum Beispiel geeignet bei Rheuma, Arthrose oder Muskelverspannungen.

Fußreflexzonenmassage

Der Fuß: Spiegel des Körpers

Die Fußreflexzonenmassage basiert auf der Annahme, dass Organe und Körperteile mit bestimmten Zonen am Fuß in Verbindung stehen und sich von dort beeinflussen lassen. Lösen  Massage und Druck auf bestimmte Punkte am Fuß einen Schmerz aus, ist der Theorie nach das dazugehörige Organ in seiner Funktion gestört. Durch die Behandlung soll der Selbstheilungsprozess angeregt und Energien wieder in den Fluss gebracht werden. Die Methode wird beispielsweise bei Migräne, Rheuma, Verdauungsproblemen oder Verspannungen angewandt.

Hausbesuche

Eine Hürde weniger

Nicht jeder ist aufgrund seiner Erkrankung in der Lage, eine Praxis aufzusuchen. Unüberwindlich ist diese Hürde aber nicht. Denn natürlich ist es möglich, dass sich PatientInnen zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung behandeln lassen. Ebenso können TherapeutInnen auf Anfrage auch in Unternehmen kommen, um dort zum Beispiel die MitarbeiterInnen zu behandeln oder Rückenschulkurse zu geben.

Heißluft

Die Kraft der Wärme

Auch wenn der Begriff es nahe legt: Mit einem Backofen hat die Anwendung von Heißluft in der Physiotherapie wenig gemeinsam. Vielmehr geht es hier um wohl dosierte Wärme, welche die Durchblutung anregen und die Muskulatur lockern soll. Häufig wird diese Methode vor einer Massage eingesetzt. PatientInnen mit Herz- und Kreislaufschwäche vertragen Heißluft oft besser als feuchte Wärme.

Kineso-Taping-Therapie

Ein Pflaster gegen den Schmerz

Ein Verband, der einengt und die Bewegung einschränkt – genau das ist das Kinesio-Tape (kinesis = griechisch für Bewegung) nicht. Stattdessen ist das selbstklebende Pflaster dehnbar, wasserbeständig und frei von Arzneistoffen. Das Kinesio-Tape, entwickelt von dem Japaner Kenzo Kase, wird auf der Haut getragen und wirkt je nach Anlegetechnik unterschiedlich. So wird das Pflaster zum Beispiel bei Rückenschmerzen, Migräne, Gelenkbeschwerden, Sportverletzungen, aber auch in der Brustkrebsnachsorge zur Verbesserung des Lymphabflusses eingesetzt. Das Kinesio-Tape soll Gelenke und Muskeln entlasten, Schmerzen lindern und den Stoffwechsel anregen. „Das Taping eignet sich gut, um den Behandlungserfolg einer physiotherapeutischen Maßnahme zu unterstützen“, sagt Physiotherapeut Matthias Nattler.

Klassische Massage

Schicht für Schicht entspannen

Kneten, Klopfen, Schütteln, all dies gehört zu den Techniken der klassischen Massage. Durch bestimmte Grifftechniken versuchen MasseurInnen, zum Beispiel Muskelverspannungen zu lösen, Schmerzen zu lindern, Bänder und Sehnen geschmeidig zu machen und die Durchblutung anzuregen. Dabei wirkt die Massage nicht oberflächlich nur auf der Haut, sondern auch in den tieferen, nicht massierten Gewebsschichten des Körpers. Massieren entspannt, regt den Stoffwechsel der Muskeln sowie den Lymphfluss an.

Krankengymnastik

Ohne Fleiß kein Preis

So könnte ein Motto der Krankengymnastik lauten. Doch es ist nicht das einzige. Je nach Beschwerdebild vermitteln PhysiotherapeutInnen den PatientInnen zwar in erster Linie Bewegungsübungen, die sie selbst aktiv ausführen können, zum Beispiel um eine schlechte Körperhaltung zu verbessern. Aber ebenso wenden TherapeutInnen auch passive Techniken an, indem sie zum Beispiel Gelenke wieder beweglich machen, Muskeln dehnen, entspannen oder Schmerzen lindern. Dabei nutzen die TherapeutInnen in erster Linie ihre Hände, aber auch Kälte, Wärme, elektrischen Strom oder Geräte. Als Teilgebiet der Physiotherapie wird Krankengymnastik zum Beispiel bei Rücken-, Muskel- und Gelenkbeschwerden wie etwa Arthrose, Bandscheibenvorfällen, Ischialgien, Schlaganfall, Tinnitus, Schwindel, Nervenschmerzen oder nach Sportverletzungen eingesetzt.

Krankengymnastik am Gerät

Die Kraft zurückgewinnen


Bei der Krankengymnastik am Gerät werden unterschiedliche
Trainingsgeräte wie Laufband, Beinpresse oder Zugapparate eingesetzt.
Unter medizinischen Aspekten erstellen PhysiotherapeutInnen nach einer
eingehenden Analyse einen individuell zugeschnittenen Trainingsplan.
Ziel ist es, die Muskeln zu kräftigen, Koordination und Ausdauer zu
verbessern. Alltägliche Bewegungen sollen wieder leichter fallen. Das
Training eignet sich beispielsweise nach
Operationen, Bandscheibenvorfällen oder bei chronischen Beschwerden, um
die aufrechte Körperhaltung zu verbessern, bei Rückenschmerzen, zur
Entlastung der Gelenke, Wirbelsäule und Bandscheiben.

Lasertherapie

Lass das Licht rein…

Bei der Lasertherapie wirkt stark gebündeltes Licht auf die Haut ein
und durchdringt auch tiefe Gewebeschichten. Das Laserlicht gilt als
schmerzlindernd, entzündungshemmend, abschwellend und Gewebe heilend.
Die Therapie eignet sich zum Bespiel zur Behandlung von Narben,
Gelenkbeschwerden, Schmerzen und Sportverletzungen, aber auch bei
Sehnenscheidentzündung der Ferse, Golferarm und Tennisellenbogen.

Lymphdrainage

Wasser in die Bahnen lenken

Sanft kreisen und streichen die Fingerspitzen des Therapeuten über
die Haut des Patienten, der dabei sichtlich entspannt. Etwa so könnte
eine typische Sitzung bei einem Lymphdrainage-Therapeuten aussehen. Die
Streich- und Kreisbewegungen dienen dazu, gestaute Flüssigkeit aus dem
Gewebe wieder zurück in die Blutbahn zu leiten. Auf diese Weise kann das
Wasser über die Nieren ausgeschieden werden. Die Therapie eignet sich
beispielsweise zur Behandlung von Lymphödemen wie etwa nach
Lymphknotenentfernungen, zum Beispiel bei Brustkrebs, oder Schwellungen
nach Verletzungen und Operationen.

Manuelle Therapie

„Die Hände sind das Werkzeug aller Werkzeuge“

Dies sagte schon Aristoteles. Auch die Manuelle Therapie (manus = Hand) nutzt spezielle Handgriffe, um Funktionsstörungen am Bewegungsapparat zu finden und zu behandeln.

„Diese Behandlungsform wird in der Physiotherapie unter anderem bei
Bewegungseinschränkungen, zum Beispiel nach Operationen, sowie Schmerzen
eingesetzt. Auch bei Nervenschmerzen werden Knochen und Muskeln
entlastet“, sagt Physiotherapeut Matthias Nattler. Dazu gehören Kopf-
oder Rückenschmerzen ebenso wie Arthrose. Durch blockierte oder
eingeschränkte Gelenke können Nachbargelenke überlastet werden. Das kann
zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen. Die TherapeutInnen
versuchen, Blockaden aufzuspüren und zu lösen, aber zum Beispiel auch
verkürzte Muskeln zu dehnen. Ziel ist es, das Zusammenspiel zwischen
Gelenken, Nerven und Muskeln wiederherzustellen, Schmerzen zu lindern
und die Beweglichkeit zu fördern.

Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF)

Die Mankos des Alltags überwinden

Mit sicherer Hand den eigenen Namen schreiben, aufrecht stehen oder
Treppen steigen -  normaler Alltag, für Menschen mit einer Krankheit
oder nach einem Unfall aber oft undenkbar. Hier setzt die
„Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation“ (PNF) an. Was so
kompliziert klingt, ist ein Behandlungskonzept, bei dem ein besseres
Zusammenspiel der Muskeln und Nerven erreicht werden soll. Die Methode
wird bei neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Multipler
Sklerose oder Lähmungen angewendet, aber auch in der Chirurgie und
Orthopädie: zum Beispiel nach Brüchen, langer Ruhigstellung oder bei
Hüft- und Knieprothesen.

Rückenschule

Wie man einen Getränkekasten hebt…

… ist eigentlich bekannt. Wie dabei aber gleichzeitig der Rücken
geschont werden kann, wissen viele Menschen nicht. In einem
Rückenschulkurs werden solche alltagstauglichen Informationen
vermittelt, ebenso Übungen, um Rückenschmerzen vorzubeugen oder zu
mindern. „Ein Kurs ist besonders für diejenigen sinnvoll, die noch keine
Beschwerden haben. So bieten auch immer häufiger Unternehmen solche
Schulungen für ihre Mitarbeiter an“, sagt Physiotherapeut Matthias
Nattler.

Sauerstofftherapie

Der Wert des Unscheinbaren

Farb-, geruch- und geschmacklos – so unauffällig ist Sauerstoff. Und doch ist das chemische Element, das die meisten noch aus dem Schulunterricht kennen, lebenswichtig. Bereits ein Mangel wirkt sich negativ aus, zum Beispiel auf Konzentration und Leistungsfähigkeit. Dazu kommt: Mit zunehmendem Alter geht die Fähigkeit des Menschen, Sauerstoff aufzunehmen, zurück. Weitere Faktoren für einen Mangel können unter anderem Stress, Genussmittelmissbrauch oder zu wenig Bewegung sein. Die Sauerstofftherapie wird beispielsweise bei Durchblutungsstörungen, Migräne, Tinnitus sowie unterstützend zur Krebstherapie eingesetzt, aber auch vorbeugend zur Leistungssteigerung im Alter, zur Stärkung der Abwehrkräfte und zum Stressabbau.

Schlingentischbehandlung

Rendezvous mit der Schwerelosigkeit

Wie der Name schon verrät, werden bei der Schlingentisch-Therapie einzelne Körperteile oder auch der gesamte Mensch in Schlingen gehängt. Dieser Zustand der Schwerelosigkeit entlastet Wirbelsäule und Gelenke. Bewegungen, die sonst eingeschränkt oder sehr schmerzhaft sind, werden erleichtert. Der Schlingentisch wird beispielsweise bei starken Schmerzen, nach Operationen aber auch zum Koordinationstraining, zur Stabilisierung sowie in Verbindung mit der Manuellen Therapie eingesetzt.


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